Das Unternehmen Haribo
Die Firma Haribo produziert bereits seit 1920 Süßwaren. Der Name geht auf den Gründer und den Unternehmensstandort zurück, jeweils die ersten beiden Buchstaben aus den drei Worten “Hans Riegel Bonn” ergeben den Firmennamen. Heute gehören zudem die Marken BärenSchmidt, Dulcia und Maoam zum Unternehmen.
Bei der Eintragung der Firma Haribo ins Handelsregister war das Startkapital laut der Unternehmensgeschichte lediglich ein Sack Zucker. Das bis heute bekannteste Produkt, die Goldbären, brachte Hans Riegel bereits zwei Jahre nach der Gründung auf den Mark, damals noch unter dem Namen Tanzbären. Kurze Zeit später begann die Firma, Lakritzprodukte herzustellen, im Jahr 1935 expandierte Haribo damit auch nach Dänemark.
Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb Haribo in Familienhand und expandierte in den folgenden Jahrzehnten in Deutschland sowie in Europa, sowohl durch eigenes Wachstum als auch durch Firmenzukäufe und Beteiligungen. Im Jahr 1982 wurden zudem erstmals Goldbären in den Vereinigten Staaten verkauft. Aktuell hat Haribo rund 6000 Beschäftigte in insgesamt 18 Produktionsstätten, fünf davon in Deutschland, die restlichen im übrigen Europa. Die Produkte werden mittlerweile in über 100 Ländern weltweit verkauft.
Der bis heute verwendete Werbeslogan “Haribo macht Kinder froh” stammt aus dem Jahr 1935, im Jahr 1962 wurde um die ebenfalls bis heute verwendete Zeile “und Erwachsene ebenso” erweitert. Laut einer Umfrage eines Fernsehsenders ist diese Werbebotschaft Deutschlands bekanntester Slogan. Dazu hat unter anderem die langjährige Partnerschaft mit Fernsehmoderator Thomas Gottschalk beigetragen, der bereits seit 1991 für das Unternehmen wirbt. In übersetzter Fassung verwendet Haribo den Slogan darüber hinaus auch in vielen anderen Ländern, um seine Produkte bekannt zu machen.
Von seinem bekanntesten Produkt, den Goldbären, produzierte Haribo im Jahr 2005 jeden Tag etwa 100 Millionen Stück. Die in Deutschland verkauften Goldbären erhalten ihre Farbe ausschließlich durch natürliche Fruchtextrakte, die in der Vergangenheit genutzten künstlichen Farbstoffe werden nicht mehr verwendet. Aus diesem Grund gibt es heute keine blauen Goldbären mehr, da kein natürlicher Ersatz für künstlichen blauen Farbstoff existiert. Seit August 2007 haben die Goldbären zudem eine leicht veränderte Form, sie verfügen jetzt über ein lächelndes Gesicht. Die ungleiche Aufteilung der verschiedenen Geschmacksrichtungen pro Packung ist das Ergebnis einer Studie des Unternehmens, aus der hervorging, das rote Goldbären die mit Abstand die beliebteste Variante sind. Sie machen etwa ein Drittel der Bären in jeder Packung aus, die übrigen fünf Geschmacksrichtungen machen jeweils etwas mehr als 13 Prozent des Packungsinhalts aus.
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